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Pressearbeit für Startups: Strategien für Gründer, gezielt in die Medien zu kommen

Gute Produkte sind wichtig – aber ohne Sichtbarkeit bleiben sie unbekannt. Pressearbeit ist für Startups ein entscheidender Hebel, um Reichweite, Glaubwürdigkeit und Wachstum zu erzielen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du gezielte Pressearbeit betreibst, Journalisten richtig ansprichst, und was erfolgreiche Gründer:innen dazu sagen.

Warum Pressearbeit für Startups unverzichtbar ist

  • • Vertrauen bei potenziellen Kund:innen und Investor:innen schaffen
  • • Website-Traffic und Conversions erhöhen
  • • Bewerbungen und Partnerschaften fördern
  • • Die Markenbekanntheit nachhaltig steigern

"Pressearbeit kann einen ersten großen Push geben – z.B. nach Artikeln in Gründermagazinen oder sogar überregionalen Zeitungen wie dem Handelsblatt." — Wilhelm Fuchs, PR-Stratege bei JETZT [PR]

Was ist gezielter Presseversand?

Gezielter Presseversand bedeutet: Du schickst deine Pressemitteilung nicht einfach an hunderte Redaktionen, sondern wählst die Journalist:innen und Medien aus, die wirklich zu deiner Story passen.

Beispiele für gezielten Presseversand:

  • HR-Startup: Artikel über neue Recruiting-Lösungen an Fachmedien wie Human Resources Manager, nicht an AutoBild.
  • Food-Startup: Produktlaunch an Gründerszene, Feinschmecker und regionale Zeitungen, nicht an Tech-Blogs.
  • GreenTech-Startup: ESG-Fokus? Dann gezielt an Nachhaltigkeitsredaktionen und Wirtschaftsressorts.


Schritt-für-Schritt: So läuft gute Pressearbeit

1. Story finden

Keine Werbung! Journalisten interessieren sich für:

  • • Marktveränderungen
  • • Innovationen
  • • Relevante Zahlen (Funding, Wachstum, Nutzerzahlen)
  • • Persönliche Gründerstorys

2. Pressemitteilung schreiben

Strukturiert, klar, journalistisch. Aufbau:

  • Headline: kurz & knackig
  • Lead: Was, wer, wann, wo, warum?
  • Haupttext: Hintergrund, Zitate, Zahlen
  • Boilerplate: Kurzinfo über das Startup
  • Kontakt: Name, E-Mail, Mobilnummer

3. Zielmedien und Kontakte recherchieren

Erstelle eine Liste mit:

  • • Medien (z. B. Handelsblatt, t3n, StartupValley)
  • • Ressorts (z. B. Wirtschaft, Tech, Startups)
  • • Journalist:innen (mit Namen, E-Mail, Themengebieten)

Tipp: LinkedIn, Twitter/X und Artikel-Signaturen helfen bei der Recherche.

4. Personalisierter Versand

Kein Massenmailing! Individualisierte Mail:

  • • Persönliche Ansprache
  • • Bezug zur Arbeit des/der Journalist:in
  • • Warum deine Story relevant ist

Beispiel:

Betreff: Neue HR-Plattform aus Berlin – exklusiver Einblick?

Hallo Frau Meier,  
ich habe Ihre Artikel zu digitalen Tools im Recruiting gelesen. Wir haben eine neue Plattform gelauncht, die speziell auf Gen Z Bewerber:innen zugeschnitten ist. Unsere Story + Nutzerzahlen könnten für Ihre Reihe spannend sein.  
Interesse an exklusivem Vorab-Zugang?
        

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Checkliste: Pressearbeit für dein Startup

  • • Relevante Story mit Newswert
  • • Gut geschriebene Pressemitteilung
  • • Zielgerichtete Medienliste
  • • Personalisierte Ansprache
  • • Presseseite auf der Website (Pressekit, Bilder, Zahlen)
  • • Reaktionsbereitschaft bei Rückfragen
  • • Nachfassen (aber mit Fingerspitzengefühl)

Fazit

Gute Pressearbeit ist kein Zufallsprodukt. Sie basiert auf Strategie, Recherche und echtem Mehrwert für die Medien. Wenn du Journalisten mit Respekt, Relevanz und echter Geschichte begegnest, wird Pressearbeit zu einem mächtigen Instrument für dein Startup-Wachstum.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Pressearbeit?

Sobald du eine relevante News hast: Launch, Funding, Partnerschaft, Nutzermeilenstein etc.

Sollten wir eine PR-Agentur beauftragen?

Nicht unbedingt. Viele Startups starten erfolgreich in Eigenregie. Agenturen können später skalieren helfen, aber Authentizität schlägt Hochglanz.

Wie oft sollten wir Journalisten kontaktieren?

Nur bei echten News. Sonst lieber über Social Media oder Hintergrundgespräche in Kontakt bleiben.

Wie lang darf eine Pressemitteilung sein?

1 Seite ist ideal. Maximal 1.5 Seiten.

Was gehört ins Pressekit?
  • • Logo (verschiedene Formate)
  • • Gründerfotos (hochaufgelöst)
  • • Produktbilder
  • • Factsheet (Gründung, Team, Funding, Nutzer etc.)
  • • Vorherige Presseberichte